Hörst Du nicht die Glocken?

Das Läuten unserer Glocken ist weit mehr als nur eine Zeitansage (auch wenn früher den Arbeitern auf dem Feld so beispielsweise die Mittagspause angesagt wurde).

Glocken rufen uns zum Gebet und erinnern uns an die Ewigkeit bei Gott.

 

Am Sonntag rufen die Glocken zum Gottesdienst: eine halbe Stunde vorher, so dass man sich noch rechtzeitig auf den Weg machen kann, und zu Beginn und Ende des Gottesdienstes.

Während im Gottesdienst das Vaterunser gebetet wird, läutet eine Glocke. So können alle, die zu Hause bleiben mussten, mit der Gemeinde zusammen das Vaterunser beten und dadurch am Gottesdienst teilnehmen.

 

Unsere Kirchenglocken läuten täglich um 12 Uhr und um 18 Uhr und laden ein zum Gebet.

Der Glockenschlag unterbricht bewusst unseren Alltag. Die alten Mönche machten sich dies zu eigen und unterteilten ihren Tag so in Dreistundenschritte. Alle drei Stunden versammelten sie sich zum Gottesdienst, beispielsweise um 18 Uhr zur Vesper, dem Abendgebet.

Übrigens: Diese Rhythmisierung und bewusste Unterbrechung des Alltages beugt Stress und Krankheiten wie Burn-Out vor; sie tut Körper und Seele gut. Sich auf das Glockengeläut einzulassen ist also nichts aus vergangenen Tagen, sondern ist etwas Hochaktuelles.

Das tägliche Läuten unserer Glocken um 18 Uhr geht auf diese alte Tradition zurück, doch Traditionen wollen auch mit Leben gefüllt sein. Ja, man kann Traditionen auch neuaufleben lassen.

Im März 2020, als sich unser aller Alltag durch den ersten Lockdown schlagartig änderte, haben die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche alle Kirchengemeinden in Norddeutschland aufgerufen, mittags um 12 Uhr zu läuten um die Menschen zum Gebet und zum Innehalten einzuladen. So war unsere Kirche hörbar und machte deutlich: Keiner bleibt für sich, wenn wir im Gebet miteinander verbunden sind. Die Gewissheit, dass auch viele andere Christen mitbeten, erzeugt ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

 

 

Und so könnte Ihre kurze Auszeit aussehen:

 

Um 12 und um 18 Uhr

  • Den Klang hören.
  • Ein paar Mal durchatmen und innehalten. Unterbrechung des Tagesablaufs in dem Bewusstsein, dass viele Menschen zeitgleich ebenfalls innehalten.
  • Gedenken: An andere Menschen denken, vielleicht an persönlich verbundene Personen.
  • Mit Gott ins Gespräch kommen – zu ihm beten: Alles das, was auf der Seele brennt, was traurig macht oder erfreut.
  • Wer mag, kann noch das Vaterunser sprechen.
  • Sich zusprechen:
    Gott sagt: Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.
    Lass mich darauf vertrauen. Danke für alles, was stärkt. Amen.

Ein Heft mit Gebeten (zum Ausdrucken) finden Sie hier. Gedruckte Exemplare liegen in unserer Kirche aus. Die Kirche ist freitags von 17-18 Uhr und sonntags von 11-12 Uhr geöffnet.

Hier finden Sie den original Bugenhagen-Glockenschlag als Klangdatei zum Download (MP3). Sie können Ihn zum Beispiel als Handy-Klingelton verwenden oder sich vom Bugenhagen-Glockenschlag morgens wecken lassen.

Wissenswertes über die Bugenhagen-Glocken:

  • Hergestellt von der Glockengießerei Rincker in Sinn, Hessen 1985
  • Große Glocke
    • 316kg
    • Ton: h´(492Hz)
    • Inschrift: "Gottes Wort bleibt in Ewigkeit."
  • Kleine Glocke
    • 195kg
    • Ton: d´´(585Hz)
    • Inschrift: "Land, Land, Land, höre des Herrn Wort."

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Bugenhagenkirche Klein Nordende

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